Nachdem ich nun schon über einige Dinge im Detail berichtet habe, möchte ich euch nun am gesamten Hochzeitstag teilhaben lassen.
Dazu zählen aber natürlich auch die Tage davor also auf geht´s zum 04.06.2014.
Am Abend zuvor (03.06.) waren wir in die Heimat gefahren. Das Auto war voll bepackt und jede noch so kleine Lücke wurde ausgenutzt. Dummerweise hatten wir gerade davor eine neue Transportbox für den Kater gekauft. Diese ist um einiges größer, damit auch er während der Fahrten nach Mecklenburg-Vorpommern auf seine Kosten kommt. Am Mittwoch war dann gleich volles Programm. Vormittags haben wir uns noch mal in der Location getroffen allerdings mit einer neuen Veranstaltungsleiterin, denn an diesem Wochenende war so viel los, dass sie diese nette und umsichtige Person extra aus der Babypause geholt haben - MERKE niemals in diesem Beruf arbeiten, das wäre nichts für mich. Es gab noch ein paar Änderungen der Gästeliste, da uns so kurz vor der Hochzeit (und unglaublicher Weise auch noch 1 Tag vorher) noch einige Gäste sitzen lassen haben (zum Glück konnte ich noch ein paar Freunde und Verwandte kurzfristig dazu bringen zu kommen).
Am Nachmittag dann zur zweiten Probe der Frisur. Ich hatte alles dabei und so wurde in einer Stunde die endgültige Version gezaubert. Danach ging es dann zu den Schwiegereltern und nur noch entspannen.
Donnerstag ging es dann morgens zu erst ins Standesamt - auch hier die letzten Besprechungen vor dem großen Tag und dann kurz zum Blumenladen beziehungsweise ER zum Friseur. Nachmittags dann zur Kosmetik (nur für mich) und danach noch nach Rostock mit dem Schatz und meiner Mama.
Danach war ich dann aber wirklich total platt, also Abends nur noch Ruhe.
Der Tag vor der Hochzeit war dann an sich auch sehr entspannt. Der Einzige Programmpunkt war ins Resort zu fahren, einzuchecken, Sachen auszupacken und dann die ersten Familienmitglieder zu begrüßen. Abends wurde dann gegrillt und ich bin dann gaaaanz spät (na ja es war gegen 11) mit meinen Eltern nachhause gefahren, damit der Liebste alleine nächtigen konnte.
UNSER Hochzeitstag:
Zuallererst: Es war TOTAL entspannt. Die ganzen Ratschläge bzw. Hinweise, die mir vor der Hochzeit gegeben wurden (in Bezug auf das Thema), waren alle hinfällig - zum Glück. Da hatte ich für meinen Teil wirklich sehr viel Glück, denn Stress drückt sich bei mir sonst eigentlich anders aus. Ich sage jetzt immer, dass ich mir einfach so sicher war, dass mein Mann der Richtige ist, dass ich deswegen keinen Stress hatte.
9.00Uhr: Für mich ging es nach einem kurzen Frühstück zusammen mit meiner Mama und Brautjungfer Nummer Eins zum Friseur. Meine Brautjungfer war schon vor uns da, da meine Mama irgendwie nicht aus dem Knick kam am Morgen. Ihre Frisur war also schon in der Mache. Danach beziehungsweise gleichzeitig kam ich dann auf den Stuhl. Meine Mama war dann die Letzte, aber es ging alles sehr schnell da bereits am Mittwoch geschnitten wurde. Sie fuhr nachdem alles saß schnell wieder nachhause um sich umzuziehen und meinen Vater abzuholen. Wir anderen zwei Mädels fuhren vom Friseur dann gleich weiter nach Linstow.
So sah es bis dahin unten im Saal aus:
12.00Uhr: Noch 2 1/2 Stunden bis es offiziell losging. Also Brautjungfer einchecken lassen, mit auf ihr Zimmer gehen kurz durchatmen. Dann rüber in unser Zimmer, mein Kleid und alles was dazu gehört holen und wieder zurück. PUH und diese Wärme. Das war das einzige, dass man als annähernd nervig abstempeln könnte, aber ich will nicht meckern. Hauptsache gutes Wetter.
Nachdem dann die zweite Brautjungfer auch eingetrudelt war und dementsprechend für meinen Liebsten auch sein Trauzeuge, konnte es losgehen. Erst die Beiden Mädels umziehen, dann ich. Fertig waren wir dann glaube ich alle 13.30Uhr also noch eine Stunde bis zum Beginn.
Die ersten Gäste an dem Tag waren natürlich schon vorher da, denn einige hatten Zimmer reserviert. Von denen habe ich aber auch noch nichts mitbekommen.
Kurz vorm rausgehen, kam dann noch meine Mutter vorbei, die keine Strumpfhose hatte, bzw. ihre war kaputt gegangen also noch schnell eine von meinen fünf abgeben.
14.15Uhr Es war soweit. Die beiden Mädels gingen vor um zu gucken dass die Luft rein ist und riefen dann als ich die Treppe runtergehen konnte. Im Vorfeld hatten mein Mann und ich geklärt, dass wir uns zu diesem Zeitpunkt das erste Mal im Outfit des Tages sehen wollen. Und so schritt ich die Treppe herunter und wurde von ihm als seine Braut begrüßt (den Brautstrauß hatte nämlich er). Meine Eltern, seine Eltern sowie Brautjungfern und Trauzeuge konnten wir schon begrüßen, denn die sollten ja gleich mit reinkommen.
14.30Uhr NUN GING ES WIRKLICH LOS!!! Vor dem Saal waren wir alle versammelt. Brautjungfer Nummer Eins mit dem Cousin vom Bräutigam (ganz kurzfristig eingesprungen), danach Brautjungfer Nummer zwei mit dem Trauzeugen (praktischerweise ein Paar) gefolgt vom Bräutigam mit seiner Mutter und zum krönendem Abschluss Ich, die Braut und mein Vater.
Jedes Pärchen hatte sein Einmarschlied (die Brautjungfern hatten eins zusammen):
1. Bodo Wartke (Liebeslied mit deutschen Dialekten)
2. Phil Collins (Dir gehört mein Herz aus Tarzan)
3. Dixie Cups (Chapel of Love)
Ach ja schön war´s - alleine schon der Einmarsch.
Die Standesbeamtin begrüßte die Gäste und fing mit ihrer Rede an (die leider kurzzeitig unterbrochen wurde, da mein Cousin gefilmt hat und sie das nicht wollte, wir das eigentlich wussten, aber sie es nicht noch mal explizit zu allen Gäste gesagt hatte - KUDDELMUDDELALARM). Währenddessen ging alles sehr schnell. Ich hörte zwar zu aber schaute immer wieder nach links und lächelte die Liebe meines Lebens an. Wir sagten "Ja" und dann noch unterschreiben. War das ungewohnt und dann auch noch so viel, dabei habe ich mich beim Zeugnis in der Schule, das wir ab der 12. Klasse selber schreiben mussten mindestens drei Mal verschrieben.
ABER es ging alles gut. Neuer Name ohne Probleme.
15.00Uhr Schon alles wieder vorbei? Nein nein denn jetzt ging es ja eigentlich erst richtig los. Die Gäste begrüßten uns als Ehepaar noch einmal mit Spalier und Konfetti und dann folgten die Streiche (darüber habe ich bereits hier geschrieben).
15.30Uhr In unseren Programmheften war alles ein wenig anders geplant und doch haute zumindest das Kaffee trinken dann doch wieder zeitlich hin. Wir eröffneten das Kuchenbuffet (für einige wenige gab es auch Schnittchen - unglaublicher Weise wollten dann irgendwie viel mehr davon etwas haben als eigentlich gedacht) mit Anschnitt der Hochzeitstorte. Auf den Bildern ist die Hand vom Mann oben, aber auf dem Video hört und sieht man eindeutig, dass wir dann noch getauscht haben.
Im Anschluss beziehungsweise während einige noch am Kaffeetisch saßen, konnten die anderen Gäste sich schon für ein paar schöne Fotos anstellen. Ich muss sagen, dass diese wirklich sehr gelungen sind (Danke also noch mal an Lisbeth und Lisa).
Eigentlich wollten wir dann auch schon losmüssen für unser Fotoshooting, aber eine letzte Überraschung hatten die Eltern dann doch noch für uns. Die wunderschönen Luftballons tuen es mir immer wieder auf den toll gewordenen Fotos an.
16.00Uhr Wie gesagt kamen wir dann mit ein wenig Verspätung los und fuhren erst mal los auf der Suche nach dem Strand des Resorts. Gefunden haben wir dann nach ein wenig mehr Zeit einen kleinen Steg, der zugegebenerweise nicht übermäßig vertrauenserweckend aussah. Mein Kleid verhakte sich auch einmal kurz in einem Nagel, der rausstand, aber es ist nichts passiert. Im Endeffekt hatten wir dann:
- 5 verschiedene Locations
- eine Fotografin mit algerischer Reaktion
- einen Bräutigam der durch die Hitze ebenfalls kurzzeitig Ausschlag bekam
- einen kaputten Reifrock
- ein paar Gäste, die zulange auf das Abendbrot warten mussten
Aber EGAL. Die Fotos sind wunderbar geworden (auch zu sehen übrigens auf Instagram). Und danach??
Uhrzeit??? Hmm irgendwie ist das etwas durcheinander gekommen, aber das war uns wirklich schnurz piep.
Nach dem Fotoshooting gab es für uns erst mal ein kleines Getränk (blau, durch Curacao eingefärbter Hugo - sehr lecker). Die Gäste haben ihn schon vorher genießen können und warteten nun schon dass wir endlich wieder kommen, damit es endlich essen geben konnte.
Doch zuvor natürlich noch die Reden:
Nr. 1: Mein Schwiegervater
Er hatte sich wohl im Vorfeld vorbereitet und erzählte erst einmal wie man (laut Internet) am besten mit einer Rede anfängt. Man merkte trotzdem, dass er etwas nervös war, aber das machte es natürlich nur charmanter. Ich fand es jedenfalls sehr schön noch mal so in die Familie aufgenommen zu werden und natürlich konnte er es sich (beziehungsweise meine Schwiegermutter) nicht verkneifen noch auf das Thema Enkelkinder zu kommen.
Nr. 2: Mein Vater
Eigentlich zählte es noch zur ersten Rede, denn mein Vater hat sich einfach noch dazwischengeschoben, obwohl er eigentlich keine Rede halten wollte. Es waren im Endeffekt auch nur ein paar kurze Wort und an das was er danach zu uns sagte, kann ich mich beim besten Willen nicht mehr dran erinnern - irgendwas mit Kamelen?? und dann liefen die Tränen.
Nr. 3: Der Trauzeuge
Zum krönenden Abschluss folgte dann noch unser lieber Freund Florian. Auch er war vorher wohl sehr aufgeregt, was die Aufgaben eines Trauzeugen angeht. Er erzählte unseren Verwandten und Bekannten dann von unserem Zusammenkommen vor mehr als SIEBEN Jahren und das damit verbundene Debakel meinerseits, aber auch wie gut wir beide seiner Meinung nach zusammen passen. Da er demnächst Vater wird, wurde auch hier noch einmal auf das Thema Kinderkriegen eingegangen ;)
Es folgte das Essen. Die Vorspeise wurde an den Tisch gebracht (das hatte ich mir bei der Hochzeit meiner Cousine letztes Jahr abgeguckt). Danach wurde dann durch meinen Mann das Buffet eröffnet und da gab es dann natürlich reichlich zu Essen. Wie das leider immer so ist haben wir als Brautpaar davon am wenigsten mitbekommen, aber ich war einfach nicht hungrig.
Das Abendprogramm hatten wir eigentlich nicht weiter geplant. Ab 19.00Uhr fing der DJ an Musik zu machen und die Gästen konnten sich weiterhin in den Gästebüchern bzw. Karteikarten austoben.
Unsere Mütter verkauften dann noch (wie schon berichtet) die Hochzeitszeitungen und dann folgte der Eröffnungstanz.
Wir hatten vorher ein paar Stunden genommen. Da wir uns zu spät für einen Kurs angemeldet haben, wurden dann Privatstunden draus. Zu dem Lied tanzten wir während der des langsamen Teils eine Rumba und wenn es schneller wurde dann einen ChaCha. Wir fühlten uns sichtlich wohl und es kommt einem viel viel schneller und aufregender vor, wenn man gerade tanzt, denn nachdem wir das Video gesehen hatte, sahen wir dass es manchmal doch anders rüber kommt. Begeistert waren die Gäste aber trotzdem, wahrscheinlich kam es ihnen auch viel spektakulärer vor als es eigentlich war.
Letzter offizieller Programmpunkt ... natürlich das Brautstraußwerfen. Insgesamt versammelten sich sechs Heiratswillige (oder Genötigte) Frauen auf der Tanzfläche. Für das Werfen hatte ich extra noch einen anderen kleinen Strauß besorgt, da der "Echte" das wohl nicht überlebt hätte. Gefangen hat ihn meine Cousine, obwohl ich mich extra lange gedreht habe und mir eigentlich recht schnell schwindelig wird ist er ihr geradezu in die Arme geflogen. Also wir wissen ja was dann jetzt kommen muss?!!
Zum krönendem Abschluss bekam ich noch ein Tattoo und wir tanzten durch mit "uns Helene", "Pharell Williams" und allem was das Herz begehrte.
So das war´s dann von mir zum Thema Hochzeit - das nächste Mal erst wieder etwas, wenn jemand anderes heiratet.
Zum krönendem Abschluss bekam ich noch ein Tattoo und wir tanzten durch mit "uns Helene", "Pharell Williams" und allem was das Herz begehrte.
So das war´s dann von mir zum Thema Hochzeit - das nächste Mal erst wieder etwas, wenn jemand anderes heiratet.







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