Mittwoch, 25. Juni 2014

Das EINE

Wie gerne hätte ich das Kleid schon am allerersten Tag, nachdem ich es gekauft hatte hier gezeigt, aber das ging natürlich nicht. Einen kleinen Blick konntet ihr zwar schon erhaschen, aber ich denke nicht, dass man von dem bisschen erahnen konnte wie genau das Kleid aussehen wird.
Aber erstmal von vorne und vor allem HILFE für alle kommenden Bräute, denn ein paar Tipps beziehungsweise Hinweise habe ich auch noch und davon kann man meiner Meinung nach nie genug bekommen (auch wenn es für jeden Frau ein anderes Erlebnis ist).

Nachdem mir der Liebste letzten Jahr zu unserem Jahrestag die wichtigste Frage in unserem Leben gestellt hatte (und knapp eine Woche später für ein halbes Jahr wegfuhr), konnte ich mich sogleich in die Planung stürzen. Im Nachhinein war das das einzig Wahre, denn hätte ich später angefangen, dann hätte ich viele Dienstleistungen vergessen können.
Eine Sache allerdings bin ich zu früh angegangen. 


DAS KLEID

Die erste Suche begann bereits im Juli. Meine Mutter war zu Besuch und da meine eine Brautjungfer auch aus Kiel kommt, kam sie natürlich gleich mit. 
Im Vorfeld hatte ich mir:
1. einige Adressen rausgesucht und mich vorher informiert, ob man dort einen Termin braucht.
2. viele schöne Kleider angeschaut und mir schon ausgemalt wie mein Kleid aussehen sollte, ABER ACHTUNG!!!!

Im Endeffekt ist es ein komplett anderes Kleid geworden als ich es mir vorher vorgestellt hatte. NIEMALS wollte ich ein Kleid ohne Träger und zu bauschig sollte es auch nicht sein.
Also Mädels, klare Vorstellungen sind schön und gut und lasst euch von den Verkäuferinnen nicht verunsichern, aber eventuell haben sie doch einen besseren Blick dafür was euch stehen könnte. Bei mir war es beides. 

Wir waren bei dieser ersten Suche "nur" in einem Geschäft - das größte hier in der Umgebung. Alle denen ich davon erzählt hatte, kannten diesen Laden. Es ging nach Tellingstedt. Ich nahm meine Mappe mit, mit den Kleidern aus dem Internet und nachdem wir uns einmal kurz verfahren hatten, kamen wir recht früh dort an. Es ist wirklich ein diesen Geschäft, in dem man alles finden kann:
- Festmode für alle Feste
- Brautmode
- Anzüge für den Mann und Bräutigam
- und auch normale Mode.

Wir mussten uns erst einmal einen Überblick verschaffen und den Weg zu den Brautkleidern finden und dann war es wie im Fernsehen. Überall an den Wänden hingen Kleider in den Schränken. Wir gingen zum "Tresen" und meldeten uns an. Die Verkäuferin begrüßte uns und holte für uns eine Mitarbeiterin, die gerade Zeit hatte. Wir konnten uns in der Zwischenzeit schon mal kurz umsehen.
Aber welche Größe braucht man denn dort?
Leider nicht die Normale. Man wird aber auf jeden Fall zuerst gefragt welche Kleidergröße man normalerweise trägt. Von dieser muss man dann (in meinem Fall) 1 oder sogar 2 Größen drauf rechnen. Das ist zwar im ersten Moment ein wenig deprimierend, aber wenn man weiß, dass es immer so ist, dann kann man sich damit doch anfreunden.

Danach fragte sie mich was ich mir denn vorstellen würde. Ich zeigte ihr meinen Spickzettel und bekam prompt den ersten Dämpfer. 
Mein Traumkleid war das Shelly von Noni. Leider sprengte es meine Budgetvorstellungen, aber die Länge und der Schnitt hatte es mir angetan. Ich zeige euch einfach mal meinen Zettel und dann erzähle ich mal wieso daraus nichts wurde.


Ganz einfach - in normalen Läden gibt es solche Kleider fast nicht. Also natürlich gibt es kürzere Kleider, denn wie sollten sonst die vielen Frauen ihre Standesamt Kleider finden, aber so eins wollte ich dann ja auch nicht. 
Meine große Größe war denke ich mal das zweite Problem. 
Und so steckte ich als erstes in einem Kleid, dass bereits aus der neuen Kollektion stammte und mir an sich überhaupt nicht gefiel (leider habe ich davon kein Foto gemacht). Es war weiß, hatte einen Träger und ein farbiges besticktes Blumenmotiv. Die Verkäuferin quasselte sich um den Verstand wie toll das Kleid sei und wie modern und neu etc. Zum Glück war ich nicht alleine und so wurden es insgesamt an diesem Tag 5 Kleider, die ich anhatte. Hier einmal die Bilder dazu.

Sehr gut fand ich, dass die nette Dame sofort auf meinen Farbwunsch einging und mir für die weiteren Kleider immer etwas kleines blaues anbot. Dabei unterstützte sich mich also (im Vergleich zu meiner Kleidwahl zu Beginn).
Entscheiden sollte ich mich dann für oder gegen zwei der Kleider. Wir fuhren also wieder nachhause und dort wurden sich nochmals die Bilder angesehen und darüber diskutiert. Im Endeffekt - und das war auch gut so - wurde es dann ja keines der Kleider.


 

 


Die zweite Suche wurde längerfristig geplant was den Termin anging und dann mit allen Brautjungfern (damals noch drei) durchgeführt. Im Oktober 2013 ging es los. Am Freitag wieder in den großen Brautladen vom Juli und am Samstag in ein etwas kleineres Geschäft in Neumünster.

Wieder hatte ich im ersten Geschäft viele viele Kleider an. Die ersten gingen gar nicht doch dann wurde es immer besser. Entscheiden wollte ich mich noch nicht, da wir ja definitiv in den anderen Laden wollten. In die engere Auswahl kamen dann aber zwei Kleider.


 

 

 


 

 


Am nächsten Tag im anderen Geschäft waren wir dann leider nur zu dritt, da meine eine Brautjungfer krank war. Wir wurden gleich sehr freundlichen begrüßt (mit Sekt bzw. Wasser) und dann ging es auch schon los. 
Wir gingen nach hinten und schauten uns zuerst alleine um in meiner Größengruppe. Viele Kleider waren es auch hier nicht. 
Sogleich kam auch die Verkäuferin und ich sagte ihr was ich mir vorstelle aber auch was ich denke, dass sie dort hätten.
Sie zog ein paar Sachen raus, ebenso wie meine Mädels und dann hieß es wieder anprobieren. 
Die ersten Kleider waren es noch nicht wirklich, aber dann ... DANN kam MEIN Kleid. Ich hatte es in zwei Farben an (1. Ivory und 2. richtiges weiß). Nie hätte ich im "dunkleren" Kleid gedacht, dass es nicht weiß war. Doch im Vergleich zum richtigen weißen, erschien es fast bräunlich (ich übertreibe).
Geworden ist es aber doch das dunkle, da ich dem anderen blass wirkte und es mir irgendwie nicht gefiel. Fotos durften wir leider keine machen - erst als wir uns für das Kleid entschieden hatten.
Im Laden sah das ganze dann so aus:




Und an unserem Tag dann so (mit allem drum und dran):



Aber damit bin ich immer noch nicht am Ende. OBACHT sei geboten Mädels. Lasst euch nicht so wie ich überrumpeln. Im Nachhinein habe ich es ein klitzekleines bisschen bereut, dass ich gleich den Schleier dazu gekauft habe, denn billig war er nicht und einen anderen hatte ich gar nicht probiert. Aber in all der Euphorie, nach dem wir das Kleid endlich gefunden hatten, hätte man mir alles verkaufen können, dass dazu gepasst hat. Zum Schmuck konnte ich zum Glück noch nein sagen, aber auch nur wegen des Budgets.

Also alle Tipps noch mal zusammengefasst:
- Vorstellungen sind super, aber lasst euch auch auf was anderes ein
- keine Angst vor der Größe - es macht noch viel weniger Spaß sich in ein viel  zu enges Kleid reinzuzwängen 
- vorher genug Essen und Trinken, denn es kann ein sehr langer Tag werden
- setzt euch ein Budget und lasst euch keine teureren Kleider zeigen (besteht darauf)
- sucht nicht zu früh oder zu spät :)

Ich hoffe, dass ich euch damit vielleicht ein wenig helfen konnte. Wenn nicht, dann sagt bescheid und vielleicht hat es euch wenigstens ein wenig belustigt darüber zu lesen, wie es mir ergangen ist.

Euch einen schönen Abend.



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